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Biedenkopf

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Als wär ich nicht drei Stunden Zug gefahrn
Als spräng ich durch ein Wurmloch an die Lahn

In ein altes Polaroid von mir als Kind
Ich kenn hier keinen Menschen mehr
Ich kam für meine Kindheit her
Für Bilder, die noch nicht verschwunden sind

Um noch mal durch die Stadt zu rennen
Mit Fragen „hätte, wäre, wenn“
Und was hier wohl aus mir geworden wär
Erinnerung bricht auf mich ein
Doch ich war damals noch so klein
Gehöre ich hier überhaupt noch her

Und ich suche mich in der Vergangenheit
Und meine Spuren in einer anderen Zeit
Bring mich zurück
Und ich finde mich in einer Farbenflut
Mit viel zu viel an altem Übermut
Bring mich zurück

Dieser Traum von einer heilen Welt
Die keiner Zeit zum Opfer fällt
Scheint heut noch meine Sinne zu betörn
Mein weises Hirn versteht viel mehr
Und sagt mir, zieh nur wieder her
Dann wirst du jede Illusion zerstörn

Und so wie in den Achtziger Jahrn
Steh ich wieder zwischen Löwenzahn
Ein Parkplatz wurde ich wohl nie gebraucht

Und zu dem, der auf mich starrt und lacht
Sag ich, das Heimweh hat mir hergebracht
Und diesen Ort in Ölfarben getaucht

Und ich suche mich in der Vergangenheit
Und meine Spuren in einer anderen Zeit
Bring mich zurück
Und ich finde mich in einer Farbenflut
Mit viel zu viel an altem Übermut
Bring mich zurück

Die Luft war angenehm kühl

Ein sanfter Nebel stieg still

Über den Wäldern empor
Ein kleiner Junge wollt dort

Im Leben nie wieder fort
Und hat die Heimat verlorn

Sieh doch die Welt wie sie ist
Wenn Nostalgie dich zerfrisst
Bringst du dein Heute zu Fall
Hey kleiner Mann, siehst du nicht
Wälder erkennen dich nicht
Und Nebel gibt’s überall

Und ich suche mich in der Vergangenheit
Und meine Spuren in einer anderen Zeit
Bring mich zurück
Und ich finde mich in einer Farbenflut
Mit viel zu viel an altem Übermut
Bring mich zurück
Bring mich zurück
Bring mich zurück

M.: © 1993 Kai-Olaf Stehrenberg

T.: © 2014 Kai-Olaf Stehrenberg 

 

 

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