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Das Kind der Freiheit und das Kind von Traurigkeit

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Sie war ein Kind der Freiheit, er ein Kind von Traurigkeit
Und irgendwann kreuzten sich ihre Wege
Sie sprühte so viel Liebe von sich raus in Raum und Zeit
Ein Teil davon schlug halt auch ihm entgegen
So stellte er die Sehnsucht hoffnungsvoll für sie bereit
Und sie konnte sich das nicht mehr verzeihen
Sie war ein Kind der Freiheit, er ein Kind von Traurigkeit
Konnte nicht gut gehn mit den Zweien.

Sie war schon viel gereist, um nirgendwo daheim zu sein
Wenn er reiste, suchte er ein Zuhause
Sie waren so verschieden, doch sie waren nicht gern allein
Bis sie spürte, er ließ ihr keine Pause
Irgendwann kam dieser Abend, da brach alles aus ihm raus
Sie tat ihr Bestes, überrascht zu sein
Da sah er schon, sie hielt seine Gefühle nicht mehr aus
Und es würde niemals gut gehen mit den Zweien

Sie sah ihn müde an, es täte ihr auch wirklich Leid
Er meinte: Oh, ich hab ein Déjà-vu
Sie schwiegen, bis sie sagte: Ich muss gehen, es wird Zeit
Ihm war’s bei allen Schmerzen noch zu früh
Sie suchten sich zu trösten in der alten Illusion
Wie sehen uns sicher wieder irgendwo
Für sie war dieser Abend halt ne Scheißsituation
Für ihn war es ein Filmszenario

Sie zwei in einer Bilderflut, das Schiff liegt schon am Kai
Und Morricones Geigen spielen laut und schwer
Sie sagt zu ihm „Liebster, ich muss gehn, es ist vorbei“
Und da wird ihm klar, sie sehen sich niemals mehr

Die Kamera schwenkt hoch, und dort verharrt sie kurze Zeit
Und dann bricht der Abspann über sie herein
Der singt: Sie war ein Kind der Freiheit, er ein Kind von Traurigkeit
Konnte nicht gut gehen mit den Zweien

 

M.+T.: (c) 2016 Kai-Olaf Stehrenberg

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