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Schieß mich zum Mond

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Der Reis ist pampig, der Wein schmeckt schal
So als ahnten sie meine Seelenqual
Du bist on, und ich starr mein Handy an
Warum schreibst du nicht, du bist doch jetzt dran

Und zu wissen, dass du noch zu haben bist
Zeigt auch mir, dass noch gar nichts entschieden ist
An so was zu denken hatt ich noch keine Zeit
Dafür macht sich halt jetzt diese Angst in mir breit

Denn dein Charme hat mein Herz doch längst ausgeknockt
Hat es zärtlich aus seinem Versteck gelockt
Du massiertest ihm die alten Wundern heraus
Und seit Jahren fühlt es sich wieder zu Haus

Und es sagte zu mir: Einmal wag ich’s noch
Wenn du’s jetzt wieder rausschmeißt, zerbricht es doch
Klappe zu, Affe tot, einfach aus die Maus
Doch dann hält mich hier nichts mehr, dann wandere ich aus

Doch was soll’s
Welches Land soll ich denn noch betreten
Dein Glanz überstrahlt den ganzen Planeten
Mach’s doch gleich so, dass es sich lohnt
Schieß mich nicht ab, schieß mich zum Mond

Ich hab gehofft, ich wär auch gut für dich
Auf die Nerven gehen will ich wirklich nicht
Und ich reiß mich zusammen und bleib erstmal still
Obwohl ich dir noch so viel sagen will

Vielleicht folgst du ja so nem dummen Trend
Denn man pseudoklug „Datingregeln“ nennt
„Lass ihn noch etwas zappeln, erst dann darfst du ziehn“
Wer immer so was empfiehlt, teert und federt ihn!

Denn was soll’s
Was man fühlt, darf man ja nicht einfach so sagen
Denn ein Korb danach wär nicht leicht zu ertragen
Doch dann mach’s so, dass es sich lohnt
Schieß mich nicht ab, schieß mich zum Mond

Denn das erste Mal tat’s noch weh
Beim zweiten Mal noch etwas mehr
Wird Zeit, dass ich endlich was anderes seh
Und dann zähl ich die Jahre nicht mehr

Die Melodramatik muss du mir verzeihn
Vielleicht steigere ich mich auch etwas rein
Damit du das nicht abkriegst, muss ich drüber singen
Die Gitarre verklingt, und mein Handy macht bing

© 2015 Kai-Olaf Stehrenberg

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